Lionel Messi, der gefeierte Stürmer von Inter Miami und Argentinien, hat seinen Namen mit dem achten Ballon d’Or-Titel noch tiefer in die Fußballgeschichte eingeschrieben. Diese jüngste Auszeichnung, die bei einer großen Zeremonie im Théâtre du Chatelet in Paris bekannt gegeben wurde, folgt seiner entscheidenden Rolle bei der Führung Argentiniens zum lang ersehnten Sieg bei der Weltmeisterschaft in Katar.

Bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr war Messi auf dem Höhepunkt seines Könnens. Seine Führungsqualitäten trugen maßgeblich dazu bei, dass Argentiniens 36-jährige Durststrecke endete. In einem spannenden Finale gegen Frankreich, das nach Verlängerung mit einem 3:3-Unentschieden endete, zeigten Messis zwei Tore und sein entscheidender Elfmeter seine unfehlbare Gelassenheit unter Druck. Seine vorbildliche Leistung während des gesamten Turniers blieb nicht unbemerkt und er wurde zum Spieler des Spiels ernannt.
Auf dem Weg zum achten Ballon d’Or herrschte ein harter Wettbewerb. Talente wie Erling Haaland von Manchester City, Messis ehemaliger PSG- Kollege Kylian Mbappe und 26 weitere Fußballgrößen konkurrierten miteinander. Messis Statistiken aus der letzten Saison waren bemerkenswert: Er konnte in 41 Spielen mit PSG 21 Tore und 20 Vorlagen vorweisen und war während der gesamten Weltmeisterschaft ein ständiger Torschütze, der gegen Teams wie Australien, die Niederlande und Kroatien traf.
Seine Heldentaten bei der Weltmeisterschaft endeten damit nicht. Messi wurde mit dem Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. In seiner Dankesrede bedankte er sich herzlich bei seinen Teamkollegen und dem Trainerstab und betonte, dass ihr Triumph bei der Weltmeisterschaft ein wahrgewordener Traum sei. Er schloss mit einer rührenden Hommage und wünschte dem verstorbenen Diego Maradona alles Gute zum Geburtstag.
Nach einer 17-jährigen Karriere bei Barcelona wechselte Messi in die MLS und unterschrieb bei Inter Miami. Während seiner Zeit bei Barcelona, die von 2004 bis 2021 dauerte, gewann er mehrfach den Ballon d’Or, das erste Mal 2009 im Alter von 22 Jahren. Vierzehn Jahre später festigt diese jüngste Auszeichnung sein beispielloses Vermächtnis im Sport.
Während Messis achter Titel ein Rekord ist, ist es erwähnenswert, dass Fußball-Legende Cristiano Ronaldo, jetzt bei Al Nassr, fünf Titel hält. Interessanterweise war 2023 das erste Jahr seit 2003, in dem Ronaldo nicht nominiert wurde. Auch die Premier League war bei den Nominierungen stark vertreten, wobei namhafte Spieler wie Haaland, Kevin De Bruyne und Julian Alvarez zu den Favoriten gehörten.
In einer liebenswürdigen Geste wandte sich Messi an seine Mitnominierten und lobte ihre Leistungen und ihr Potenzial. Bei der Zeremonie wurden auch andere Talente ins Rampenlicht gerückt: Die Spanierin Aitana Bonmati gewann nach ihrem WM-Sieg den Ballon d’Or Feminin und Jude Bellingham von Real Madrid wurde als bester Nachwuchsspieler geehrt und erhielt die Kopa-Trophäe.
